
digitalkamera.de Newsletter, 13.05.2005
Darmstädter Echo, 25.04.2005
Sonntag Morgenmagazin, 24.04.2005
Frankfurter Rundschau, 21.04.2005
Wiesbadener Tagblatt, 21.04.2005
Darmstädter Echo, 20.04.2005
Darmstädter Echo, 15.12.2004
FAZ, 17.12.2004
Frankfurter Rundschau, 17.12.2004
digitalkamera.de Newsletter, 13.05.2005
Resumee
Die ersten Darmstädter Tage der Fotografie vom 22. bis 24. April dieses Jahres werden vom Veranstalter, dem gleichnamigen Verein, als Erfolg bewertet. Zu den mehr als zwanzig Ausstellungen kamen viele interessierte Besucher, um aktuelle Fotografie zu sehen und darüber zu sprechen. Das Thema »Lichtwiesen Inszenierte Landschaften« wurde auf unterschiedlichste Weise von über 50 Fotografen interpretiert. Mit der Hauptausstellung von zehn Künstlern auf der Darmstädter Mathildenhöhe präsentierte der Verein Darmstädter Tage der Fotografie e.V. an drei Orten zugleich junge Fotokunst. (jh)
Die Arbeiten waren sehr facettenreich in der Umsetzung des gesetzten Themas »Lichtwiesen Inszenierte Landschaften« gewidmet. Bunte Fantasielandschaften neben dunklen Bergen, Geisterstädte neben Parklandschaften sowie Inszenierungen in und mit der Natur wechselten miteinander ab. Durch die Anordnung und Gegenüberstellung der Arbeiten der einzelnen Künstler wurden Parallelen oder auch Gegenwelten sichtbar. Die Landschaft an sich, der Mensch in der Landschaft und die vom Menschen beeinträchtigte Landschaft führten zu Gesprächen über das aktuelle Verhältnis zu Landschaft und Natur.
Auch in den so genannten Off-Places, die ein umfangreiches Rahmenprogramm zur Hauptveranstaltung boten, präsentierten die beteiligten Fotografen ein breites Spektrum der Landschaftsfotografie. Die gezeigten Werke umfassten Makroaufnahmen im Watt, klassische Schwarzweiß-Landschaftsbilder, verfremdete Landschaft ebenso wie fremde, entfernte Länder, das beleuchtete Matterhorn oder statistisch-fotografische Anmerkungen zur »Landschaft Deutschland«. Über drei Tage hinweg sah man immer wieder Menschen mit dem Programmheft nach den Orten suchen oder sich vom eingerichteten Shuttleservice dorthin bringen lassen.
Nach dem Eröffnungsabend am 22. April 2005 mit zahlreichen Vernissagen startete am nächsten Tag ein Symposium mit Gästen aus ganz Deutschland und Österreich. Sie folgten Gerhard Lang mit seinem Spazierstock zu seinen Ansichten zur Landschaft und der Kunst. Michael Schnabel stellte seine Arbeiten aus der Produktion aufwändiger Werbefotografien und der Verbindung mit freien Arbeiten vor. Prof. Gerhard Gamm und Dr. Eva Schürmann vollzogen in ihrer Diskussion die philosophische Sicht auf Malerei und Fotografie und das Sehen als solches. Dr. Claude W. Sui erläuterte das fotografische Werk von Robert Häusser. Dr. Peter Joch zeigte Parallelen in Landschaftsmalerei und -fotografie sowie kunstgeschichtliche Aspekte aus beiden Kategorien. Rainer Schmidt führte mit seinen Landschaftsarchitekturen zur Poesie in der Landschaft und offenbarte den Perspektivwechsel als Planungsmethode als Analogie zur Fotografie. Zum Abschluss sprach Axel Hütte über seine künstlerische Arbeit und seine Sicht auf die Fotografie.
In einer Lichtwiesen-Lounge erwartete die Besucher danach eine komplett
umgestaltete Fabrikhalle: ein schmaler langer Gang mit Ausstellung von
drei Fotografen zum gestellten Thema, eigens eingerichtete Leuchten,
Sessel, eine großformatige Videoinstallation, eine dreidimensionale
Amöben-Installation um eine DJ-Kanzel herum sowie Bilder von der
Marssonde der ESA. Der Sonntag gab schließlich Gelegenheit, sich
in Ruhe die Ausstellungen anzusehen und mit den Künstlern vor Ort
zu sprechen. Selbst abgelegene Orte waren dank des Shuttle-Services
zu erreichen und somit gut besucht. An manchen der Ausstellungsorte
wurden an einem Tag allein mehr als 250 Besucher gezählt. Viele
zeigten sich interessiert an einer Fortsetzung dieser Veranstaltung.
Der Veranstaltungskatalog dokumentiert das Symposium und die Hauptausstellung
und kann zum Preis von 22 EUR über den Buchhandel oder direkt vom
Verein der Darmstädter Tage der Fotografie (sie weiterführenden
Link) bezogen werden.
Veranstalter: »Sehr gut angekommen«
Darmstädter Echo, 25.04.2005
INSZENIERTE LANDSCHAFTEN: Das war das Thema der ersten Darmstädter Tage der Fotografie. Im Hörsaal der Fachhochschule Darmstadt gab es am Samstag mehrere Vorträge dazu, bei denen unter anderen Claude W. Sui »Über Spuren und Zeichen im Werk von Robert Häusser« sprach, während Fotos von Häusser auf die Leinwand projiziert wurden. (Foto: Günther Jockel)
DARMSTADT. Hier, im Ausstellungsraum der Galerie C. Klein sind sie buchstäblich zu finden, die Lichtwiesen, die den ersten Darmstädter Fototagen ihren Namen gegeben haben.
Albrecht Haag und Alexandra Lechner, die beiden Initiatoren des Festivals haben den Titel eher metaphorisch verstanden, der Fotograf Klaus Philipp nimmt ihn wörtlich, beschäftigt er sich doch seit Jahren mit den Auwiesen im Osten der Universitätsstadt. Er macht eine fotografische Langzeitstudie, in der er akribisch das Spiel von Licht und Schatten festhält in kontemplativen und reduzierten Bildern mit fahlen Grautönen.
»Topographien«, die gemeinsame Ausstellung mit Ute Döring und Werner Mansholt in der Galerie in der Schumannstrasse 11, war nur einer von vielen Anlaufpunkten der 72 Stunden dauernden Mammut-Fotoschau »Lichtwiesen – Inszenierte Landschaften«, die ihr Zentrum auf der Mathildenhöhe hatte im Gebäude des Fachbereichs Gestaltung der Fachhochschule Darmstadt im Olbrichweg und im Institut für Neue Technische Form (INTF) im Eugen-Bracht-Weg.
Dort, im Ostermann-Haus, dem Sitz des INTF, gab es erfreute Gesichter schon vor der Eröffnung am Freitagabend. Was sich im Vorfeld abzeichnete (von über 2000 Zugriffen auf die Internetseite der Veranstalter berichtete stolz Albrecht Haag), dürfte sich nach den drei Ausstellungstagen bestätigen, die Tage der Fotografie lockten eine beachtliche Schar interessierter Besucher. Auch die entlegensten Ausstellungsorte fanden ihr Publikum, so Albrecht Haag, der am Sonntagnachmittag in einem ersten Fazit befand: »Die Darmstädter Tage der Fotografie sind sehr gut angekommen.«
Der Andrang zu Beginn war groß, ging weit über das Fassungsvermögen der kleinen Räume in der alten klassizistischen Villa hinaus. Die Eröffnungsrede der Hausherrin verfolgten viele durch die Türen aus den benachbarten Räumen, andere durch die offenen Fenster.
Wissenschaft und Kunst, so betonte FH-Präsidentin Prof. Dr. Maria Overbeck-Larsich in ihrer Ansprache, seien gleich wichtig für die Stadt, und Oberbürgermeister Peter Benz nahm den Ball gerne auf. Am Morgen hatten die Mathematikerin und der Verwaltungschef das neue Kongresszentrum getauft, nun widmeten sie sich dem zweiten Standbein.
In anderthalbjähriger Vorbereitungszeit haben Albrecht Haag und Alexandra Lechner gemeinsam mit Gregor Schuster und der Kuratorin Ute Noll ein bemerkenswertes Festival auf die Beine gestellt. Nicht nur, dass sie mit den hier gezeigten Arbeiten zum Thema »Inszenierte Landschaften« offenbar einen Nerv der Zeit getroffen haben, die beiden haben immer neue Verbündete und Sponsoren gefunden und ein in sich stimmiges Publikums-Festival organisiert, das eine Fortsetzung in den nächsten Wochen finden wird, denn die über zwanzig beteiligten Galerien werden ihre Ausstellungen über das Festival-Wochenende hinaus offenhalten. Die Ausstellungsmacher werden nach dieser positiven Bilanz und den ermutigenden Worten des Oberbürgermeisters vielleicht die zweiten Darmstädter Fototage planen.
»Wir beginnen dort«, so schrieben sie selbstbewusst im aufwendig gestalteten 125 Seiten starken Ausstellungskatalog‚ »wo Fotografen sonst aufhören. Das fertige Bild ist für uns der Anfang. Unser Anliegen ist es, Bild und Wort in neuen Kontext zu stellen und für Sie erlebbar zu machen – an drei konzentrierten Tagen der Fotografie«. Und dass dies Erleben gelang, das zeigte sich schon am Eröffnungsabend.
Während sich viele noch im Design-Haus drängelten, herumrätselten vor den hermetischen, dunklen Arbeiten von Michael Schnabel und Steffen Sanzenbacher, sich wunderten über die skurrilen Kopfgeburten von Anja Nothhelfer oder die bunten Fantasie-Landschaften von Seoung-won Won, strebten die ersten schon hinaus.
Versprochen war kostenloser Weitertransport und tatsächlich, vor dem Haus warteten fünf schwarze VIP-Autos, so nobel reist man nicht immer, und schon gar nicht umsonst. Ein feiner Service für Gehbehinderte und Ältere. Die Skoda-Fahrer hielten den Schlag auf, und so mancher ließ sich zum Einsteigen verführen. Ganz Clevere ließen sich die Handy-Nummer der Chauffeure für die Rückfahrt geben – ob’s klappt?
Regelmäßig verband zudem ein Fahrdienst, den Heag-Mobibus eingerichtet hatte, fast alle Ausstellungsorte, ein Pendelverkehr sammelte die Besucher auf an neun eigens eingerichteten Haltestellen. Sehr weit indes war es nicht zur nächsten Station, im Deutschen Polen-Institut warteten »Jesus and the cherries« (Jesus und die Kirschen) – fast zwei Dutzend Bilder der jungen Fotografin Jessica Backhaus, die in Porträts und Stillleben die Gastfreundschaft ihrer Ferienheimat Polen festgehalten hat. Wie hier, sind Arbeiten talentierter Nachwuchsfotografen in vielen der Ausstellungen zu sehen.
In der Aula der Fachhochschule Gestaltung stellen Studenten von FH-Professor Henner Prefi ihre Arbeiten vor. Clever packt Tatjana Genoveva Harter ihre »Entdeckungsreise« in einen überdimensionalen Gucki, Nina Peroth blätterte einen Leporello auf mit Detailaufnahmen, die inspiriert sind von Wassily Kandinskys Kunststudien, und Katharina Bauer hat eigens einen Cocktailsessel aufgestellt. Wer ihre Großstadtbilder dort durchblättert, der hört zugleich den Soundtrack der jeweiligen Metropole.
Nebenan, in der Aula der FH, fand am Samstag auch ein Symposion statt, eine lose zusammenhängende Reihe von Vorträgen, mit denen der am Vorabend durch Kunsthallenleiter Peter Joch begonnene Diskurs über Natur und Landschaft, über ihre Wahrnehmung und ihre Darstellung in Malerei und Fotografie fortgesetzt wurde. Die Zahl der Zuhörer, die sich zu den einzelnen Vorträgen einfanden, schätzt Albrecht Haag auf insgesamt achthundert.
Joch präzisierte noch einmal seine Überlegungen zur Emanzipation der romantischen Gattung Landschaftsmalerei, Dr. Claude W. Sui vom Forum Internationale Fotografie in Mannheim stellte die formstrengen Bilder von Robert Häusser vor (dessen bemerkenswerte Retrospektive noch bis zum 1. Mai im Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museum zu sehen ist), die Fotografen Michael Schnabel und Axel Hütte gaben Einblick in ihre Arbeit.
Vom Gestalten der Landschaft erzählte Rainer Schmidt, der unter anderen Projekten auch die Bundesgartenschau in München konzipiert hat, und über den Zugang des Wissenschaftlers zur Natur philosophierte Gerhard Lang. Die Darmstädter Hochschullehrer Professor Gerhard Gamm und Dr. Eva Schürmann relativierten unsere Betrachtungsweisen: Was wir in der Natur zu sehen glauben, das liege im Auge des Betrachters.
Spätestens zum Besuch der »Lounge« am Samstagabend wurde etwas ganz anderes wichtig: Wo ist die bunte Box des Herstellers Koziol geblieben? In der war nämlich die Eintrittskarte für den Abend in der »Lounge« in der Kulturhalle »603qm« an der Alexanderstraße.
Die »Darmstädter-Tage-der-Fotografie-Snackbox« konnte man für eine Spende ab acht Euro erhalten, jetzt, vor dem Ausklang des Abends war die Brotdose leer, die Biosnacks waren aufgegessen, die Karte aber sollte Garant sein für einen entspannten Ausklang eines anstrengenden Tages voller Bilder und Worte – allerdings, auch im »603qm« gab es kaum Gelegenheit zu verschnaufen, denn hier warteten wieder: Bilder, Bilder, Bilder. Gerd Döring.
Ausstellung des Vereins »Darmstädter Tage der Fotografie« zeigt die unterschiedlichen Interpretationen der Fotografen in ganz Darmstadt
Sonntag Morgenmagazin, 24.04.2005
Darmstadt (of)
Am Freitag wurden die Darmstädter »Tage der Fotografie«
ausgerufen. An 22 Orten in der ganzen Stadt sind noch bis heute von
10 bis 18 Uhr Fotografien von insgesamt 55 Künstlern unter dem
Überbegriff »Lichtwiesen – Inszenierte Landschaften«
ausgestellt. Zum ersten Mal gibt es in Darmstadt solche drei konzentrierte
Tage ganz im Zeichen der Fotografie, die Künstlern eine Plattform
für Fotokunst und unterschiedliche Sichtweisen bieten soll. Die
Thematik »Lichtwiesen« wird dabei von jedem Fotografen anders
behandelt, etwa als Darstellungen von realen Momentaufnahmen, aber auch
als verfremdete und bearbeitete Inszenierungen.
Organisiert wurde die Veranstaltung vom Förderverein »Darmstädter Tage der Fotografie« und liegt der Idee der Künstler zugrunde, über die alltägliche Arbeit hinaus einen Beitrag für das kulturelle Leben in Darmstadt und in der Fotografie zu leisten.
Dem Betrachter erschließen sich Bildkompositionen, die mal düster und farblos sind, dann wieder kräftig und fröhlich. Vieles erkennt man erst auf den zweiten Blick, denn manche der ausgestellten Fotografien sind nur so groß wie ein Bierdeckel, andere wiederum so gewaltig, dass man einen Moment verweilen muss, um das Motiv vollständig erfassen zu können. Am interessantesten ist neben den Werken selbst wohl die Art und Weise, in der die Ausstellung gestaltet ist. Die vielen Besucher können die Lust auf Kunst auch gleich mit einer Besichtigungstour durch Darmstadts schönstes Viertel verbinden – der Bummel von Ausstellung zu Ausstellung wurde gestern beispielsweise zu einem gemütlichen Spaziergang bei herrlichstem Sonnenschein. Auf der Mathildenhöhe, in deren unmittelbarer Umgebung gleich fünf Ausstellungsorte liegen, konnte man sich für einen kurzen Moment vom Kunstgenuss erholen und bei Kaffee und Kuchen das traumhafte Wetter genießen. In den auch ansonsten sehenswerten Meisterleistungen des Künstlerviertels ließ sich der Rundgang durch die immer wieder neu zu interpretierende Welt der Fotografie dann vervollkommnen. Besucher, die den heutigen Tag für diesen künstlerischen Höhepunkt nutzen wollen, starten am besten direkt auf der Mathildenhöhe und besorgen sich einen Plan, auf dem die weiteren Ausstellungsorte verzeichnet sind.
Frankfurter Rundschau, 21.04.2005
Das Ding sieht aus, als stamme es aus einer fernen Galaxie. Es glüht in giftigem Grün, und man gewinnt den Eindruck, es müsse sich wohl um ein gigantisches Gebilde handeln. In Wahrheit hat Sian Bonnell bloß einen Wackelpudding ins Gras gelegt und ihn aus einem ungewohnten Blickwinkel fotografiert (»Glowing«). Auch bei Iska Jehl ist nichts wie es scheint. Ihre Serie »Kleines Glück « zeigt private Idyllen, die sie jedoch mittels Unschärfen, Farbverschiebungen und Retuschen am Computer so stark überzeichnet hat, dass aus den Glücks-Klischees Kitsch-Impressionen entstanden.
»Lichtwiesen – Inszenierte Landschaften« heißt das Thema der ersten Darmstädter Tage der Fotografie. 55 Fotografen stellen zu dem dreitägigen Festival an 22 Orten der Stadt aus. Auf der Mathildenhöhe sind neben Arbeiten von Bonnell und Jehl auch Landschaften von acht weiteren Fotokünstlern zu sehen, im Deutschen Polen Institut zeigt Jessica Backhaus die Ausstellung »Jesus and the cherries« und in der Galerie Artis präsentiert Simon Busse Bilder zum Thema »Kahlschlag«.
Ein Symposium mit Referenten aus Philosophie, Architektur, Wissenschaft und Kunst beschäftigt sich außerdem mit der gesellschaftlichen Bedeutung von Fotografie. So redet etwa der Fotokünstler Axel Hütte über »terra incognita« – das unbekannte Land als Metapher eines reellen Ortes, den der Künstler aus seinem Kontext entrückt. Ähnlich wie Sian Bonnell, die Puddings und Küchenutensilien aus ihrer Umgebung entführt hat, um sie ein unheimliches Eigenleben führen zu lassen. Sandra Danicke
Wiesbadener Tagblatt, 21.04.2005
Hochkarätig besetztes Foto-Festival am Wochenende in Darmstadt
DARMSTADT Wer sich konzentriert mit Fotografie auseinandersetzen möchte, sollte an diesem Wochenende nach Darmstadt fahren. Die ersten »Darmstädter Tage der Fotografie« laden von Freitag (22.) bis Sonntag (24.) zu Ausstellungen und Vorträgen ein.
Der Titel des Auftaktfestivals, organisiert von einem eigens gegründeten Verein, lautet »Lichtwiesen - Inszenierte Landschaften«. Alexandra Lechner und Albrecht Haag, die beiden Sprecher der Gruppe, haben eine zentrale Ausstellung im Designhaus, der Galerie Artis und im Deutschen Polen-Institut - alle auf der Mathildenhöhe - kuratiert, die Beiträge von zehn jungen Fotografen vorstellt.
Doch damit nicht genug: Viele weitere Institutionen von der Galerie über private Foto-Ateliers, von Bars bis zum Kino - selbst die Aussichtsplattform des Hochzeitsturms wird bespielt - machen mit und zeigen an 22 verschiedenen Orten Arbeiten von insgesamt 55 Künstlern. Wer sich alles anschauen möchte, den bringt ein Shuttle-Service von einer Station zur nächsten.
Am Samstag gibt es in der Aula des Fachbereichs Gestaltung der Fachhochschule ein hochkarätig besetztes, für jedermann zugängliches Symposium. Mit dabei unter anderem der Werbefotograf Michael Schnabel, der Kurator am »Forum Internationale Photographie« am Reiss-Engelhorn-Museum in Mannheim, Dr. Claude W. Sui, und der renommierte Landschaftsarchitekt Rainer Schmidt. Als prominentester Gast wird der Fotograf Axel Hütte erwartet.
Am Abend treffen sich die Gäste dann in der Kulturhalle »603 qm« zu einer Lounge, die Party und Projektionen fotografischer Natur bietet. Denn es ist zentrale Absicht der Organisatoren, die Kommunikation unter den Besuchern zu fördern. Komprimierte Information: Lechner und Haag machen deutlich, dass es darum geht, tiefer als gewöhnlich in das Fotografie-Thema einzusteigen, es interdisziplinär zu bearbeiten - und all dies mit hochkarätigen Gästen.
Die Organisatoren halten die Gegend durchaus für geeignet, ein solches Foto-Festival zu tragen. An der Darmstädter FH würden viele Fotografen ausgebildet, das Rhein-Main-Gebiet sei voll von Kollegen. Auch in Darmstadt selbst tue sich viel: So leiste sich die Kommune so genannte »Stadtfotografen«, und dem weltberühmten Foto-Star Andreas Gursky sei der jüngste »Wilhelm-Loth-Preis« zugesprochen worden - für Lechner und Haag Zeichen dafür, »dass die Leute offen für das Thema sind«.
Wo sie mit ihrer Initiative hin wollen? Am liebsten natürlich in eine Reihe mit den viel beachteten deutschen Foto-Festivals von Hamburg, Esslingen, Stuttgart oder Mannheim. Im Vordergrund steht jedoch die Absicht, ein stärkeres Verständnis für die Fotografie als Ausdrucksform unserer Zeit zu erreichen. Dabei geht es nicht um die Technik, sondern um die Autorenschaft jeder fotografischen Äußerung.
Die Konzentration auf ein Wochenende bringt dabei nur Vorteile: Da es sich um ein komplett ehrenamtlich vorbereitetes Festival handele, könne man so bestmöglich mit dem vorhandenen Kräften haushalte. Aber es sei auch möglich, auf diese Weise möglichst viele Leute zusammenzubringen. Alle Künstler seien anwesend, so dass jedes Werk für sich genommen möglichst authentisch gezeigt werden kann. Allein dies stehe schon für eine besondere Qualität. Stephan A. Dudek
Darmstädter Echo, 20.04.2005
»Darmstädter Tage der Fotografie«: Busse zu den vielen Ausstellungen und eine Brotdose zum ganztägigen Symposium
DARMSTADT. Die grüne Kunststoff-Brotdose ist gegen eine Spende von mindestens acht Euro zu haben. Sie ist ein Gag der Veranstalter der ersten »Darmstädter Tage der Fotografie«. Denn drinnen finden sich Biosnacks und eine Eintrittskarte. Die Snacks sollen beim Durchhalten an einem langen Samstag voller Vorträge helfen; das Ticket öffnet die Türen zur »Lounge« am Abend danach – zur Party in der Kulturhalle »603 qm« mit Gesprächen, Videoinstallation und Ausstellung. Die Brotdose soll aber durchaus noch mehr sein als nur Behältnis für Wegzehrung. Denn außen trägt sie das Logo der Fototage: ein gro- ßes D, in dem ein F kunstreich verschlungen ist. Das soll auffallen, denn dieses Zeichen soll sich dem Dosen-Käufer einprägen – möglichst auf Dauer. Es ist das Logo der neuen Veranstaltung, die schnell bekannt werden will, und drum findet sich das D/F-Zeichen auf Plakaten, auf Flyern, in der Website und auch auf dem Katalog, der zu den Fototagen erscheint. Das wirkt professionell, und es ist auch von Profis erdacht worden. Die Darmstädter Agentur Becker Späth hat den »Auftritt« dieser »Darmstädter Tage der Fotografie« ersonnen. Veranstalter des Ganzen ist der eigens gegründete Förderverein, der von Freitag (22.) bis Sonntag (24.) einlädt.
Thema der Ausstellungen auf der Mathildenhöhe und in der ganzen Stadt sowie des dazugehörigen Symposions sind »Lichtwiesen – Inszenierte Landschaften«. Es ist eine Menge, was die Initiatoren vom wenige Monate alten Förderverein sich vorgenommen haben. Und es ist erstaunlich, wieviel Resonanz sie belohnt. Man hat mit den »Lichtwiesen« ein Thema gefunden, das »wohl in der Luft lag«, wie die Haupt-Organisatoren Alexandra Lechner und Albrecht Haag sagen. Ihr Verein, der bis jetzt nur 15 Mitglieder hat, verantwortet vier der fünf Ausstellungen auf der Mathildenhöhe und das Symposium zum Thema am Samstag (23.). Dieses Engagement muss angesteckt haben, denn dazu gesellt haben sich 20 »Off«-Orte: Galerien, Schaufenster, ein Kino, das Staatsarchiv und das Fraunhofer Institut IGD, die auch Fotografien zeigen und Fotografen vorstellen.
Dabei wird es künstlerisch werden. Denn »es ist eine aktuelle Tendenz, dass Künstlerinnen und Künstler vermehrt das traditionelle Genre der Landschaftsfotografie neu interpretieren. Passend zu einer Welt, die ständig komplexer wird und in immer mehr Teilbereiche zerfällt, ist Landschaft ein Sujet, das verbindet«, schreibt die Kuratorin Ute Noll in ihrem Vorwort zum Ausstellungskatalog. Deshalb mag man wohl auch sehr gerne hinsehen, wenn der Alltag hinterm Bild verschwindet: Alpenberge bei Nacht, Schnecken auf dem Menschenkörper, Putzgeräte und Schokoladenkuchen in der freien Natur – das sind einige der Themen, mit denen sich acht Fotografen im Hauptausstellungsort, dem Institut für Neue Technische Form auf der Mathildenhöhe, vorstellen.
Zur Kunst gelangt man freilich nicht nur mit den Augen: Alexandra Lechner und Albrecht Haag gönnen dem Publikum ihrer Fotografie-Tage Transfers von Ausstellungsort zu Ausstellungsort. An allen drei Tagen fahren Busse ihre Schleifen, die der Sponsor Heag stellt: Am Eröffnungsabend kann man an Haltestellen rund um die Mathildenhöhe ein- und aussteigen, am Samstag führt eine größere Runde von der Mathildenhöhe über den Weißen Turm zum Luisenplatz und zurück, am Sonntag geht es sogar bis zum Maritim Hotel am Bahnhof. Und damit auch Galerien erreichbar werden, die weiter abliegen, stellt der Sponsor Skoda dazu noch Autos, in denen jeder einmal VIP sein kann: eine sehr bedeutende Person, die selbst bestimmt, welchen der vielen Orte der »Darmstädter Tage der Fotografie« sie besucht.
Die Busse und Autos wird brauchen, wer viel von den sehr dicht gepackten drei Tagen mitnehmen will: die Vernissagen der Mathildenhöhe-Ausstellungen am Freitag, das Symposium am Samstag, die offenen Galerien mit ihrem Programm am Sonntag. Drei Tage: Mehr wollten die Organisatoren nicht, denn sie wollten konzentrieren und dabei ein »hohes Einstiegsniveau« »Darmstädter Tage der Fotografie« vorgeben. Schließlich sollen Besucher wie Aussteller künftig alljährlich wiederkommen, wie Alexandra Lechner und Albrecht Haag sagen. Die Chancen dafür sind gut, denn der Fachwelt hat ihr Projekt schon jetzt gefallen, was sich unter anderem an den vielen Vorab-Berichten in Fachjournalen ablesen lässt, die wiederum ausstellende Fotografen angelockt haben.
All das wurde mit wenig Geld bewerkstelligt: 3000 Euro gibt die Stadt Darmstadt, 5000 Euro die Hessische Kulturstiftung, 2000 Euro der Darmstädter Verein Förderkreis Kultur, dazu kommen Spenden und Sachleistungen von Firmen wie die Brotdose von Koziol oder Zimmer für Referenten und Aussteller im Maritim Rhein-Main-Hotel. Aktiv wird auch der Verein Ehrenamt für Darmstadt. Seine Mitglieder führen Aufsicht in Ausstellungen, und sie verkaufen den Katalog beim Symposium am Samstag. Rechnet man Geld und geldwerte Leistungen zusammen, werden die drei Fotografietage rund 50 000 Euro kosten, schätzen Alexandra Lechner und Albrecht Haag. Annette Krämer-Alig.
Darmstädter Echo, 15.12.2004
Ausblick: Die neuen »Darmstädter Tage der Fotografie« wollen künstlerische Impulse in die Stadt holen und die Diskussion beleben: Auftakt mit »Lichtwiesen« im April
DARMSTADT. Die Lichtwiese, denken Darmstädter, gibt es nur einmal: Es ist das Gelände am Ostrand der Stadt, auf dem ein Teil der Technischen Universität residiert. Jetzt hat das Wort seinen Plural bekommen, und er bezeichnet ein ehrgeiziges Vorhaben. »Lichtwiesen« ist das Thema, das sich der neu gegründete Verein »Darmstädter Tage der Fotografie« für das Jahr 2005 vorgenommen hat. Der Begriff knüpft an Darmstadt an und weist doch über die Stadt hinaus. Mit »Lichtwiesen« kann möglicherweise auch die Fantasie eines Hamburger Fotografen etwas anfangen, sagte der Fotograf und Vereinsvorstand Albrecht Haag, als gestern das Projekt vorgestellt wurde. Man kann den Begriff als poetische Anregung verstehen, sich mit der Landschaft in der Fotografie auseinanderzusetzen, sei es die fotografische Inszenierung der Landschaft selbst oder die Inszenierung von Bildern in Landschaften.
Haag war im Jahr 2002 auf Einladung der Werkbundakademie Darmstädter Stadtfotograf. Und das Interesse, das er dabei erlebte, war einer der Impulse, das Thema Fotografie in der Stadt zu beleben. »Das Thema lag in der Luft«, sagt er. Vor einem Jahr gab es die ersten Gespräche mit Freunden und Kollegen, jetzt gibt es den Verein, der sich vorgenommen hat, mit Veranstaltungen zur Förderung der Fotografie beizutragen. »Es geht nicht darum, seine schönsten Bilder zu zeigen oder über sich zu reden«, sagt Haag. Vielmehr will man »in die Tiefe der Fotografie« gehen, die Kunst und das Handwerk des Fotografen mit Betrachtungen aus anderen Fachdisziplinen verknüpfen, Gäste nach Darmstadt holen, die künstlerische und theoretische Impulse geben können. Der Verein will Inspiration in die Stadt holen, »in die Stadt hineinstrahlen« und auf diese Weise das Gespräch über Fotografie zustande bringen.
Das soll zum Auftakt mit einem auf drei Tage oder 72 Stunden konzentrierten Programm geschehen. Vom 22. bis 24. April soll ein umfangreiches Programm sowohl Fotografen als auch andere an ihrer Arbeit interessierten Menschen anregen. Eine Reihe namhafter Fotokünstler wird an den drei Tagen gemeinsam auf der Mathildenhöhe ausstellen, als Ort dafür sind der Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule (FH) und das Designhaus im Gespräch. Der Samstag soll Vorträge und Diskussionsrunden zum Thema bieten; der Düsseldorfer Fotokünstler Axel Hütte wird sprechen, der renommierte Werbefotograf Michael Schnabel, auch Peter Joch, Direktor der Darmstädter Kunsthalle. Auch Beiträge aus Literatur und Philosophie sollen die »Lichtwiesen« erhellen. Ein »Wochenende des Sehens« schwebt den Veranstaltern vor, an dem sich auch Galerien und Fotoateliers beteiligen können. Dann könnte, hofft Alexandra Lechner vom Vereinsvorstand, am Sonntag ein Darmstädter Fotografie-Rundgang angeboten werden. Und die Fotografie würde sich gleichsam über die Stadt ausbreiten: Ein solches Festival gibt es in dieser Region jedenfalls nicht.
Der Verein rechnet mit Kosten von 50 000 Euro – für Plakate, Verpflichtung von Referenten, Raummieten und auch für einen Katalog, der Ereignisse und Ergebnisse dauerhaft fixieren soll. Die Stadt, so Haag, wird einen Zuschuss geben, man hofft auf die Hessische Kulturstiftung und auf Sponsoren. job
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.12.2004
Tage der Fotografie geplant / Ausstellung und Symposium
DARMSTADT. Das Thema »Lichtwiesen« soll eine Hommage an Darmstadt sein; mit der hiesigen Lichtwiese als Campus der Technischen Universität hat es unmittelbar nichts zu tun. Der Titel der ersten Tage der darmstädter Fotografie weist als »poetischer Begriff« vielmehr auf den inhaltlichen Schwerpunkt der neuen Initiative: die Inszenierung von Landschaft mit den Mitteln der Fotografie. Albrecht Haag, der als zweiter Darmstädter Stadtfotograf im Jahr 2002 seine Sicht der Stadt unter dem Titel »gehen, fahren, fliegen« gezeigt hat, ist einer der Initiatoren der Fotografie-Tage, mit denen er und etliche Darmstädter Fotografen das kulturelle Angebot der Stadt bereichern wollen. Die Tage der Fotografie werden zeitlich eng begrenzt sein und nur drei Tage oder »72 Stunden« dauern, wie Haag und die beiden Mitverantwortlichen Alexandra Lechner und Gregor Schuster bei der Vorstellung des Projektes sagten. »Wir wollen in die Tiefe der Fotografie gehen«, sagte Haag, es gehe um mehr als eine reine Fotoausstellung.
Die Idee sei nach seiner Ausstellung als Stadtfotograf entstanden, berichtete Haag. Er habe viele Reaktionen auf diese Arbeiten erhalten, daran habe man anknüpfen wollen, um die Fotografie populärer zu machen. Außer der Ausstellung, die am Abend des 22. April im Design-Haus auf der Mathildenhöhe eröffnet werden soll, werde es am 23. April im Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Darmstadt ein Symposium mit Vorträgen geben, in denen Landschaftsfotografie aus verschiedenen Aspekten vertieft werden sollte: mit künstlerischen Fotos des Düsseldorfers Axel Hütte, des Werbefotografen Michael Schnabel aus Stuttgart, mit Arbeiten des Darmstädter und Londoner Performancekünstlers Gerhard Lang, Ausführungen des Luftbildfotografen Yann-Arthus Bertrand, einem Vortrag des Leiters der Kunsthalle, Peter Joch, und philosophischen Betrachtungen über Sehen und Wahrnehmen von Landschaft im Bewußtsein des Fotografen. Literarische Landschaftsbeschreibungen und der »Forst als Landschaftsgestalter« sind weitere Schlagworte.
Die Fotografen der Ausstellung sind schon ausgewählt, sie kommen alle nicht aus Darmstadt. Den Initiatoren der Fotografie-Tage geht es nach ihren Worten weniger um eine Selbstbespiegelung der Darmstädter Szene als vielmehr um einen Ideen- und Gedankenimport. Alexandra Lechner berichtete, daß die Darmstädter Kunstszene gleichwohl eingebunden werden solle, etwa durch Öffnung von Galerien, so daß am dritten Tag ein Rundgang angeboten werden könne.
Die Darmstädter Tage der Fotografie, die zu einer jährlich stattfindenden Veranstaltung werden sollen, sollen nach den Worten von Haag nicht Trends nachspüren, sondern ihre Themen in allen Facetten beleuchten. Es soll eine Ausstellung, ein Symposium und Führungen geben. Die Akteure rechnen mit einem Etat von 50 000 Euro. Ziz.
Frankfurter Rundschau, 15.12.2004
Darmstädter Tage der Fotografie erleben im April ihre Premiere
Mit Ausstellungen und einem Symposium wollen die »Darmstädter Tage der Fotografie« 72 Stunden lang für Fotokunst werben. Zu Wort kommen Künstler, Autoren und Wissenschaftler. Das Fotofestival findet im Frühjahr erstmals statt und soll jährlich wiederholt werden.
DARMSTADT – 14. DEZEMBVER – BLU – Als Hommage an Darmstadt lautet der Titel der ersten Tage der Fotografie »Lichtwiesen«, wie Organisator, Albrecht Haag, erläutert. An einem Wochenende soll das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet werden. »Wir wollen ein Event schaffen, das Kunst und Foto-Theorie verbindet«, sagt Haag, der 2002 als Stadtfotograf ein Stipendium der Werkbundakademie erhalten hatte. Zusammen mit Kollegen gründete er vor rund einem Jahr einen Förderverein, der die Darmstädter Tage der Fotografie organisiert. »Wir wollen nicht den neuesten Fototrends hinterherjagen«, erläutert Vorstandsmitglied Gregor Schuster.
Das Fotofestival startet am Freitag, 22. April nächsten Jahres, mit einer Ausstellung von acht Fotografen, die ihre Werke voraussichtlich im Design-Zentrum auf der Mathildenhöhe zeigen. Ein Beirat, dem der FH-Professor Henner Prefi und die Bildredakteurin der Frankfurter Rundschau Ute Noll angehören, unterstützt den Verein bei der Auswahl der Künstler. »Wir wollen ein Spektrum von Fotografen zeigen, die mit dem Thema Landschaften arbeiten«, erklärt Haag. So steht etwa der Werbefotograf Michael Schnabel auf der Einladungsliste, der an der FH Darmstadt studiert hat und zuletzt für DaimlerChrysler Fahrzeuge in Südfrankreich fotografierte.
Am Samstag stehen Vorträge und Diskussionsrunden auf dem Programm. »Was beeinflusst einen, der losgeht und Fotos macht?«, beschreibt Alexandra Lechner das Ziel des Symposiums. Neben Fotografen stellen auch ein Philosoph und ein Schriftsteller ihre Sichtweise dar. Parallel zur Hauptausstellung auf der Mathildenhöhe können Darmstädter Fotografen Ateliers und Galerien öffnen und ihre Werke zeigen. Sie werden ins offizielle Programm des Fotofestivals aufgenommen. »Wir wollen eine Verbindung in die Stadt schaffen«, sagt Alexandra Lechner. Die Stadt gab bereits die Zusage, sich mit der Kommunalen Galerie zu beteiligen. Am Sonntag führen die Veranstalter bei einem Rundgang zu den einzelnen Fotoausstellungen.
Etat von 50 000 Euro
Haag bezifferte den Etat des Fotofestivals auf rund 50 000 Euro. »Da steckt viel Eigenleistung drin.« Dieser Betrag soll die Miete für die Hauptausstellung, Referenten und einen Katalog finanzieren. »Wir wollen nicht nur die Ausstellung, sondern auch das Symposium dokumentieren.« Der Verein hat bei der Stadt einen Zuschuss von 5000 Euro beantragt und setzt auf die finanzielle Unterstützung von Sponsoren.
Als Zielgruppe nennen die Organisatoren Profi- und Amateurfotografen, Studierende, Gestalter und Architekten.