Philipp Toledano, maybe

9. Darmstädter Tage der Fotografie: 22. bis 24. April 2016
Projektion – Fotografische Behauptungen

Projektion – Fotografische Behauptungen: Symposium

Fachbereich Gestaltung der h_da, Olbrichweg 10, 64287 Darmstadt
Samstag, den 23. April 2016, 10:00 bis 18:00 Uhr

Fotokünstler und Wissenschaftler diskutieren das Thema Projektion – Fotografische Behauptungen aus verschiedenen Perspektiven.

Eintritt: 15 Euro, ermäßigt 10 Euro.

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Die Vorträge im zeitlichen Ablauf:

  • 10:00 Uhr: Einlass
  • 10:15 Uhr: Begrüßung durch Prof. Dr. Kai Buchholz, h_da
  • 10:30 Uhr:

    Boris von Brauchitsch (D)

    Der Fototheoretiker und Autor spricht aus wissenschaftlicher Sicht über den Wahrheitsanspruch und den Realitätsbezug des Mediums Fotografie im digitalen Zeitalter.
  • 11:20 Uhr:

    Mark Farid (GB)

    Der britische Medienkünstler berichtet über sein Projekt, für das er mittels einer Virtual-Reality Brille über einen längeren Zeitraum in die Identität eines Fremden schlüpfen wird.
    Der Vortrag ist in englischer Sprache.
  • 12:30–14:00 Uhr Mittagspause
  • 14:00 Uhr:

    Viktoria Binschtok (D)

    Die Künstlerin spricht über ihr künstlerisches Werk und ihre Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie im Kontext digitaler und technischer Entwicklungen.
  • 14:50 Uhr:

    Nadine Wietlisbach

    Die Kuratorin stellt Überlegungen zur Wahrnehmung von Fotografie an. Wenn auch niemand mehr der Wahrheitsbehauptung der Fotografie Glauben schenkt, ist die Beschäftigung mit diesem Medium immer auch eine Verhandlung an den Rändern zwischen Authentizität, Indexikalität und Instrument zur Sichtbarmachung von wie auch immer gearteten Realitäten.
  • 15:40–16:15 Uhr Kaffeepause
  • 16:15 Uhr:

    Phillip Toledano (USA)

    In seiner Serie Maybe konstruiert der New Yorker Künstler mögliche Visionen seiner eigenen Zukunft, die auf einer Untersuchung seiner DNA basieren. Mit Hilfe von aufwändigen Masken inszeniert er sich dazu in verschiedenen Rollen seiner Selbst.
    Der Vortrag ist in englischer Sprache.
  • 17:00 Uhr:

    Diskussionsrunde zum Abschluss des Symposiums

    Durch die digitale Technik mit ihren nahezu unbegrenzten nachträglichen Eingriffsmöglichkeiten hat das Medium Fotografie an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Zugleich hat sich in den sozialen Netzwerken eine eigene Auffassung von Realität gebildet: Mutmaßungen und unreflektierte Standpunkte scheinen vielen Menschen mehr wert zu sein als sorgfältige journalistische Arbeit, die zunehmend als »Lügenpresse« diffamiert wird.

    Welche Rolle spielt in diesem Rahmen die Fotografie? Wann gilt sie als »wahr« oder »authentisch«? Was trägt sie zur Meinungsbildung in sozialen Netzwerken bei?

    Zusätzlich zu diesen Aspekten muss die digital generierte Fotografien auch aus einem anderen Blickwickel diskutiert werden: Taugen die unzähligen Handyfotografien in den sozialen Netzwerken auch zur Identitätsbildung in der heutigen Gesellschaft? Gibt es durch die neuen technischen Möglichkeiten auch positive Entwicklungen und neue Wege für den Bildjournalismus, die Wissensvermittlung und die künstlerische Praxis?

    Teilnehmer: Boris v. Brauchitsch, Ute Noll, Dr. Kris Scholz und Nadine Wietlisbach
    Moderation: Dr. Kai Buchholz

  • Ende gegen 18:00 Uhr

Moderation

Kai Buchholz, Professor für Geschichte und Theorie der Gestaltung, h_da

Hier können Sie sich das komplette Programm der Darmstädter Tage der Fotografie laden (PDF, 4,4 MB)

Stand: 18. April 2016. Änderungen vorbehalten.

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